Trump vs Fox News: Kritik am hauseigenen Sender

Das Wochenende von Donald Trump war von einer Twitter-Flut geprägt. Diesmal nahm er sich dabei sogar seinen eigenen Haussender Fox News vor. Oft nutzt der Präsident seine „freie Zeit“ auf der sozialen Plattform. Eine derartige Menge an Tweets und Retweets gab es jedoch lange nicht. Fast 30 Nachrichten teilte Donald Trump an einem einzigen Tag.

Den Samstag und Sonntag verbrachte Donald Trump scheinbar nur vor dem Fernseher und auf Twitter. In dieser Zeit kommentierte der Präsident alles was er sah und übte Kritik an allem und jedem. Zwischendurch feierte Trump seine Erfolge und teilte konservative ominöse Magazine. Zu seinen thematisierten Feindbildern gehörten unter anderem die Show „Saturday Night Live“, der Großkonzern General Motors und der verstorbene Senator John McCain. Überraschenderweise fuhr der Präsident jedoch auch seinen Lieblingssender Fox News an. Er kritisierte gezielt die Gastgeber und Moderatoren Leland Vittert, Arthel Neville und Shepard Smith.

„Wurden die @FoxNews Wochenend-Moderatoren, @ArthelNeville und @LelandVittert, von CNN trainiert, bevor ihre Bewertungen einbrachen? Auf jeden Fall sollten sie dort arbeiten, zusammen mit ihrem am niedrigsten bewerteten Moderator, Shepard Smith!“, wütete Trump auf Twitter.

Trump bezieht sich wahrscheinlich auf die Wochenendsendung auf Fox News in welcher Vittert die Verfassungsmäßigkeit der Grenzmauer des Präsidenten zu Mexiko in Frage stellte. Vittert kritisierte das Ausnutzen einer Notstandserklärung um Kontrolle über die finanziellen Mittel des Staates zu erhalten. Zusammenfassend stellte Vittert die kritische Frage, ob der Kongress mehr von ihrer Macht an den Präsidenten abgeben sollte.

„Artikel 1 [der Verfassung] sagt offenbar, dass die Macht über Finanzen beim Kongress liegt,“ erklärte Vittert. „Wenn Sie plötzlich exekutive Maßnahmen und Notfallbefugnisse nutzen, um diese Mittel zu verteilen, wie kann das nicht das Gesetz ändern?“

Im Februar erklärte Präsident Trump den nationalen Notstand, um Mittel für seine Mauer bereitzustellen. Die Demokraten sehen in dieser Vorgehensweise einen Machtmissbrauch. Gleichzeitig fehlen dem Präsidenten stichhaltige Beweise für eine echte Krise. Der Kongress stimmte vor kurzem für eine Resolution der Demokraten, welche die nationale Notstandserklärung rückgängig macht. Am Freitag legte Donald Trump jedoch ein Veto ein und stellte sich damit gegen den Senat.

Obwohl es sich um Fox News Moderatoren handelt haben Arthel Neville und Vittert die Mauer-Argumente von Donald Trump oft krisiert. Trump führt ein enges Verhältnis zu dem Sender und ihrem CEO Rupert Murdoch. Fox News ist eigentlich bekannt für konservative Berichterstattungen und positiven Trump-Nachrichten. Das Netzwerk gehört zu den meist-zitierten Quellen des Präsidenten. Der Sender soll sogar die Affäre zwischen Stormy Daniels und dem Präsidenten verschleiert haben.

Der Präsident verwirft sich mit den Medien. Er bezeichnet sie öffentlich als „Feind des Volkes“. Trump hält 98% aller Berichte für Fake News. Wenige Magazine und Sender stellen sich noch auf seine Seite. Trump fördert damit seine eigene Radikalisierung. Nach seinem Verwürfnis mit den Fox News Moderatoren teilte er auf Twitter sofort Nachrichten von ominösen, fadenscheinigen und fragwürdigen Quellen.

An diesem Dienstag ging der Strum gegen die „Fake News“ weiter. Trotz dramatischer Folgen seiner Hetze, feuert Trump weiter gegen die Medien.

„Die Fake News waren NIE unehrlicher oder korrupter als sie es im Moment sind. Es hat in der amerikanischen Geschichte noch nie eine solche Zeit gegeben. Sehr aufregend, aber auch sehr traurig! Fake News sind der absolute Feind der Menschen und unseres Landes selbst!“, wütete Trump auf Twitter.

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