Trump Fans verlassen Saal während Rally in Las Vegas

Trotz dem Fakt, dass die Zahlen gegen ihn sprechen, traut sich Trump weiterhin auf diverse öffentliche Auftritte. Abgesehen von den kontroversen Wirtschaftszahlen, gibt es wenig was sich der Präsident momentan auf die Fahne schreiben kann. Um seine Basis weiterhin von seinem Erfolg zu überzeugen, hält er nun eine Rally nach der anderen. Fast schon wie ein Popstar bei seiner Tour, lässt sich Donald Trump von seinen Anhängern feiern. So auch gestern Abend – in Las Vegas.

Wie wir durch diverse Quellen wissen, werden zumindest die Plätze vor der Kamera mit Zuschauern bestellt, welche dafür eine Abfindung bekommen. Bezahlte Fans. Dies wird nicht nur durch die übertriebenen Aufmachungen, Kleidung und Schilder unterstrichen. Auch die Zusammenstellung der „Fans“ und ihre Extase wirkt konstruiert. Spätestens im Fall des mysteriösen Karo-Shirt-Guys wurden alle Zweifel beseitigt. Vor ein paar Wochen teilte dieser Trumps Begeisterung nicht wirklich und die Kamera fing seltsame, teils verstörende Reaktionen des Mannes auf. Kurz darauf konnte man im Hintergrund beobachten, wie Mitarbeiter der Rally den karierten Helden herausbegleiten. Der Beweis. Die Auftritte Trumps, die Selbst-Beweihräucherungen sind pure Inszenierungen. Niemand sollte mehr glauben, dass diese Versammlungen einen echten Spiegel der Situation in Amerika abgeben.

Die Folge? Die aktuelle Rally in Las Vegas wurde nicht mehr in voller länge übertragen. So zumindest auf den drei größten News-Kanälen der USA. Und es kommt noch schlimmer. Trotz beginnendem Enthusiasmus beginnen Fans den Saal frühzeitig zu verlassen. Vor Ort, die Korrespondentin des White House für das Las Vegas Review-Journal, Debra J. Saunders. Auf ihrem Twitter Kanal folgende Nachricht:

„People have started leaving the Las Vegas Convention Center as Trump nears 60 minute mark in his speech.“ (Nach ca. 60 Minuten von Trumps Rede, beginnen die Leute das Las Vegas Convention Center zu verlassen)

Hat Trump etwa den falschen Ton getroffen? Haben selbst seine Fans nun langsam genug von seinen Parolen? In manchen Abschnitten seiner Rede scheint Trump zurückhaltender als sonst. Weniger Beleidigungen und direkte Angriffe. Er wirkt in die Ecke gedrängt. Der Fall Kavanaugh-Ford und Michael Cohens Plädoyer hängen ihm im Nacken. Es gibt viele Gründe für Trump. Sicher ist nur eines: selbst seine engsten Supporter finden den Präsidenten weniger und weniger unterhaltsam.

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