Senat findet Millionen Pro-Trump Social Media Beiträge aus Russland

Der US-Senat beabsichtigt einen Bericht zu veröffentlichen, in dem festgestellt wurde, dass es im Wahlkampfjahr 2016 eine große Pro-Trump Kampagne gab. Im Auftrag von Donald Trump selbst, sollen aus Russland Millionen Einträge erstellt worden sein, die den Präsidenten vor und während seiner Amtszeit unterstützten.

Ist man enthusiastischer Follower von Donald Trump dann sind einem die generischen Antworten von frischen Accounts schon früher aufgefallen. Oft kam es ab 2016 zu Diskussionen im Antwortbereich der Trump-Tweets. Viele User berichteten von russischen Bots und Fake Accounts. Pro-Trump Nachrichten von verschiedenen Usern wiederholten sich und beinhalteten schlechte Grammatik und Rechtschreibung. Nun gibt es einen offiziellen Bericht.

Erstellt wurde der Report vom Computational Propaganda Project der Oxford University und einem unabhängigen Social-Media Analyseunternehmen namens Graphika. Es wurden Millionen Beiträge und Kommentare auf allen populären Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Tumblr, Google+ und Pinterest geprüft. Dabei zeigte sich ein regelmäßiges Muster. Die Bilder, Texte und Videos unterstützten Donald Trump thematisch in wichtigen Debatten und Momenten seines Wahlkampfes und danach.

„Klar ist, dass alle Nachrichten eindeutig der republikanischen Partei zugute kamen – und besonders Donald Trump“, heißt es in dem Bericht. Die Beiträge wurden in den primären Zielgruppen bestehend aus Konservativen und Rechtswählern ausgestrahlt. Bei Unentschlossenen und demokratischen Wählergruppen beinhalteten die gezielten Beiträge eher Verwirrungen und Ablenkungen, um von der Stimmenabgabe abzuhalten. Diverse Informationen sind dabei falsch oder verdreht, um Wähler umzustimmen.

Facebook und Google sind in den letzten zwei Jahren stark in den Fokus geraten, da die sozialen Plattformen für Propaganda missbraucht wurden. Nach versprochener Prüfung und härteren Maßnahmen sehen Kritiker jedoch keine eindeutige Besserung. Das digitale Zeitalter und der tägliche Konsum in sozialen Kanälen hat das Internet zu einer neuen politischen Waffe gemacht. Diese macht sich Russland in den letzten zwei Jahren stark zu Nutze. Sollte Sonderermittler Robert Mueller und das FBI eine Verbindung zwischen Donald Trump und dem Kreml aufdecken, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Präsident von der sozialen Propagandamaschine wusste und Gebrauch machte.

Beitrag teilen?