Einigung: Donald Trump Jr. vor Geheimdienstausschuss – Zeugnis im Juni

Donald Trump Jr. und der Geheimdienstausschuss des Senats erzielten ein Abkommen, damit der Präsidentensohn vor dem Komitee aussagen kann. Laut CNN soll die Befragung unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Juni stattfinden.

Nach der Veröffentlichung des Russland-Berichts von Robert Mueller, lud der Republikaner Richard Burr den ältesten Sohn des Präsidenten unter Strafandrohung vor den Senat. Burr erntete große Kritik, da die Republikaner die Russland-Affäre eigentlich unter den Tisch kehren wollten. Nun kommt die Vorladung aus den eigenen republikanischen Reihen.

Es bestand die Vermutung das Donald Trump Jr. den 5. Zusatzartikel der Verfassung anwenden wird, um die Befragung zu umgehen. Heute kommen Geheimdienstausschus und Trump Jr. jedoch zu einer Einigung, sodass der älteste Sohn des Präsidenten aussagen kann.

Das Interview soll auf zwei bis vier Stunden begrenzt sein. Thematisch wird es um fünf bis sechs brisante Punkte der Russland-Ermittlungen gehen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich dabei primär um das ominöse Meeting im Trump Tower 2016 drehen wird. Hier trafen sich Trump Jr. und andere Kampagnenmitarbeiter des Präsidenten mit einer russischen Agentin um Informationen und Material über Hillary Clinton zu erhalten. Dazu gehörten möglicherweise ihre Emails, welche von russischen Hackern erbeutet wurden und unter WikiLeaks veröffentlich.

Andere Quellen geben an, dass Trump Jr. außerdem zu seinen ehemaligen Zeugnissen vor dem Senat Stellung beziehen soll. Seit der Veröffentlichung des Russland-Berichts gibt es die Vermutung, dass er in seinen Befragungen gelogen hat. Scheinbar besteht eine Diskrepanz zwischen den Statements, die andere Trump-Mitarbeiter in den FBI Interviews von Robert Mueller gaben und den Aussagen Trump Juniors vor dem Senat. Er wurde bereits 27 Stunden vom Kongress befragt, jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ob sich Trump Jr. also der Falschaussage schuldig gemacht hat, wissen nur die beteiligten Abgeordneten, welche an den Befragungen teilnahmen.

Im aktuellen Abkommen einigten sich der Geheimdienstausschuss und Junior darauf, dass es das letzte Mal sein wird, dass der Präsidentensohn vor dem Kongress in Bezug auf die Russland-Affäre aussagen muss. Verbündete Republikaner erklärten, dass der Abschlussbericht von Robert Mueller die Ermittlungen offiziell beendete. Das Dokument sei das letzte Wort, daher gebe es keinen Grund Donald Trump Jr. erneut vorzuladen.

Trump Jr. wird also ein zweites Mal vor dem Kongress aussagen, nachdem er sich im Dezember 2017 freiwillig einer Befragung unterzog. Seinen ersten Termin am 1. Mai ignorierte Junior. Grund war eine Jagdreise, welche er in diesem Zeitraum angetreten hatte. Unter Strafandrohung kam es jetzt zu einer Einigung zwischen den Parteien. Da die Zeugnisse von Donald Trump Jr. unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden haben und stattfinden werden, ist ein Resultat schwer zu erahnen.

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