Donald Trump und der „Pocahontas-Streit“

Soetwas gibt es nur in Amerika. Senatorin Elizabeth Warren fordert eine Million Dollar Wettschulden vom Präsidenten der vereinigten Staaten. Wie kam es dazu?

Die demokratische Senatorin für den Staat Massachusetts behauptete in ihrem Wahlkampf oft, ihre Vorfahren seien amerikanische Ureinwohner. Im Juli 2018 wurde dann auch Donald Trump darauf aufmerksam. Da es sich nicht um einen republikanischen Kollegen handelt, sondern eine Demokratin, fing der Präsident natürlich an die Sache zu zerfetzen. In diversen Tweets lästerte Trump über Elizabeth Warren. Name-Calling ist seine Leidenschaft. Erst diese Woche nannte er Stormy Daniels ein „Horseface“ (Pferdegesicht).

Aufgrund der Abstammungsbehauptung nennt er Elizabeth Warren nun scherzhaft abfällig „Pocahontas“ und zweifelte die Abstammung von Ureinwohnern immer wieder an. Und wie löst ein Trump letztendlich solche unwichtigen Auseinandersetzungen? Natürlich mit Geld. „Ich werde Ihnen eine Million Dollar geben, bezahlt von Trump für einen wohltätigen Zweck ihrer Wahl, wenn sie einen Test machen und dieser zeigt, dass Sie eine Indianerin sind“, so der Präsident auf einer Wahlkampfveranstaltung. Diverse Videoaufnahmen existieren von dieser Wette.

Nun nahm Elizabeth Warren die Wette an. Sie hat einen DNA-Test gemacht. Dies hat die Cherokee-Gemeinde des Landes jedoch nicht wirklich erfreut. Die Geschichte der Ureinwohner Amerikas ist tragisch und für einige Nachfahren ein schmerzliches Thema. Einen finanziellen und politischen Vorteil daraus zu schlagen ist für viele Cherokee eine Schande. Auch ist der Prozentsatz der DNA gering, jedoch beweist er, dass Frau Warren eine Urabstammung besitzt. Trump kann sich an die 1-Millionen-Wette nun nicht mehr erinnern. In einem Interview wurde er darauf angesprochen und antwortete knapp: „Wen interessierts? Ich hab das nicht gesagt“.

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